12. August 2014

Adrett zu Freiheit statt Angst 2014, Snowden und kein Ende

Auch 2014 unterstütze ich wieder die Proteste gegen Überwachung unter dem Motto "Freiheit statt Angst" (#FsA2014). Also:

Am Samstag, den 30. August 2014, um 14 Uhr vor dem Brandenburger Tor in Berlin: Stoppt den Überwachungswahn! Wer überwacht wird, ist nicht frei! Aufstehen statt Aussitzen!
Alles weitere unter freiheitstattangst.de


Aktion Akkurater Widerstand

Dieses Jahr werde ich mich bei der #FsA2014 wohl der Aktion Akkurater Widerstand (@A_Widerstand) von Michael Bukowski (@mbukowski) anschließen:
Zur nächsten “Freiheit statt Angst” werde ich meinen Anzug aus dem Schrank holen und dazu ein gebügeltes Hemd tragen. Ich kokettiere sogar mit einer Krawatte (übrigens einst ein Symbol der französischen Revolution).

Sodann werde ich mich vorab mit Gleichgesinnten abstimmen, die sich auch entsprechend in Schale werfen wollen, so dass wir zusammen einen möglichst großen Anzugträger-Block innerhalb der Demo stellen.
Nicht dass ich glauben würde, mit der "properen Kleidung" könnte das Problem der Marginalisierung von Protest nachdrücklich aufgehoben werden. Aber ich teile die Analyse, dass Abgrenzung über Dresscodes, subkulturelle Selbstvergewisserung etc. am Ende in die gesellschaftliche Selbstmarginalisierung führt. Die Idee, lieber mit korrekter Kleidung zu protestieren, um jenseits des eigenen Milieues Menschen ansprechen zu können, ist nun wirklich nicht neu und sollte nicht als Allheilmittel missverstanden werden, aber die Idee hat ebenso etwas offenbar richtiges. Und schließlich sind Anzug & Co auch eine Kleiderordnung, gegen die frühere Generationen ja erst mit betont legerem bzw. schludrigem Outfit rebellieren wollten – man könnte endlos drüber streiten, welcher Dresscode aktuell nun spießiger sei. Ich finde ja, dass sich das manchmal nur kontextabhängig beantworten lässt, aber im Moment auch noch gelten kann: Anzug is the new punk.

Ganz sicher verdienen die Proteste gegen Überwachung neuen Schwung, also probieren wir das dieses Jahr mal wieder mit Anzug & Co!

After the Summer of Snowden
Warum wir eine politische Agenda gegen die Totalüberwachung brauchen

Passend zur #FsA2014 erscheint diese Tage mein Kommentar zum Jahrestag der Snowden-Enthüllungen vom 5. Juni 2014 als Kurzfassung unter dem Titel "Gelähmte Öffentlichkeit. Trotz Snowden fehlt eine politische Agenda gegen die Totalüberwachung" im Journal »RosaLux« (Nr. 02/2014 vom August 2014) der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Siehe www.rosalux.de bzw. www.rosalux.de (PDF, Seite 29)

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